Gründüngung im Herbst

Langsam, aber sicher neigt sich die Gartensaison dem Ende zu – der Herbst kommt. Das bedeutet aber nicht, dass es in eurem Garten jetzt - vor allem nach der Ernte - nichts mehr zu tun gibt. Habt ihr unsere Gartentipps für den August gelesen, dann habt ihr vom Thema Gründüngung bereits gehört.

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Florian Strauß
Florian Strauß
· 3 min Lesedauer

Langsam, aber sicher neigt sich die Gartensaison dem Ende zu – der Herbst kommt. Das bedeutet aber nicht, dass es in eurem Garten jetzt - vor allem nach der Ernte - nichts mehr zu tun gibt. Habt ihr unsere Gartentipps für den August gelesen, dann habt ihr vom Thema Gründüngung bereits gehört. Wenn es nämlich Beete in eurem Garten gibt, die ihr nicht direkt wieder bepflanzen wollt, dann solltet ihr eine Gründüngung in Betracht ziehen. Wir erklären euch in diesem Beitrag, wieso eine Gründüngung im Herbst sinnvoll ist und wie ihr sie am besten umsetzt.

Was ist überhaupt eine Gründüngung?

Als Gründüngung bezeichnet man die Aussaat von bestimmten, meist kurzlebigen Pflanzen, zum Beispiel auf zum Ende der Saison abgeernteten oder ganz neu angelegten Beeten in eurem Garten, die sonst erstmal leer bleiben würden. Die Gründüngung sieht dabei aber nicht nur besser als brachliegende Beete aus, sondern verbessert zudem den Boden und bringt noch einige andere praktische Vorteile mit sich.

Vorteile von Gründüngung

Die Vorteile einer Gründüngung im Herbst sind zahlreich. Zunächst lockern die Wurzeln der Gründüngung den Boden auf, befestigen ihn aber auch gleichzeitig. Durch die Pflanzendecke sind eure Beete vor Sonne, Wind, Regen und Frost sowie Abschwemmungen und Verschlämmungen geschützt. Außerdem wird durch die Pflanzen auf dem Beet vermieden, dass sich Unkraut bilden kann. Einige Gründünger-Pflanzen können sogar gegen Bodenschädlinge und Krankheiten helfen. Zusätzlich fördert die Gründüngung durch das Einbringen neuer Biomasse die Bodenaktivität in euren Beeten, so dass auch der Humusaufbau im Boden gefördert wird – was zusammen mit der Auflockerung des Bodens auch dazu führt, dass mehr Wasser darin gespeichert werden kann. Zu guter letzt kann die am Ende abgemähte Gründüngung, sofern ihr sie auf euren Beeten liegen lasst, wie eine Mulchschicht wirken.

Welche Pflanzen sind dafür geeignet?

Auch beim Anbau von Gründünger gilt es, die Fruchtfolge auf euren Beeten zu beachten, um einen möglichen Schädlingsbefall zu verhindern. Grundsätzlich solltet ihr also keine Pflanzen der gleichen Familie aufeinanderfolgend säen – also zum Beispiel keine Gründüngung aus der gleichen Familie wie das Gemüse, das vorher in dem Beet gewachsen ist. Weiterhin müsst ihr euch entscheiden, ob ihr eine winterharte oder eine abfrierende Gründüngung oder eine Mischung aus beidem aussäen wollt. Außerdem ist es auch sinnvoll, mehrere verschiedene Pflanzen als Gründünger zu verwenden, um möglichst viele positive Eigenschaften miteinander zu kombinieren. Es gibt solche Gründünger-Mischungen fertig zu kaufen - ihr könnt sie aber auch selbst zusammenstellen.

Pflanzen, sowohl aus der Kategorie winterhart als auch abfrierend, die für die Gründüngung geeignet sind und unterschiedlichste positive Eigenschaften für euren Boden mitbringen, sind zum Beispiel Buchweizen, Phacelia, Rauhafer, Gelbe Lupine, Rotklee, Ringelblume, Sommer- und Winterwicke, Inkarnatklee, Sonnenblume, Winterraps oder auch Gelbsenf.

Wie ihr Gründüngung am besten aussät

Je nach den von euch gewählten Pflanzenarten, ist es ratsam, eure Gründüngung bis spätestens Mitte/Ende September einzusäen, damit die Pflanzen vor dem Winter noch ein wenig Zeit zum Wachsen haben. Entfernt für die Aussaat vorher etwaige Pflanzenreste oder Unkraut aus eurem Beet und lockert den Boden ein wenig auf. Sät dann eure Samen breitwürfig, großflächig aus und arbeitet sie leicht mit einer Harke in den Boden ein. Sollte es sehr trocken sein, gießt das Ganze vorsichtig an. Viel mehr gibt es dann aber auch schon nicht mehr zu tun, denn Gründüngung ist äußerst pflegeleicht.

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